Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) im Main-Kinzig-Kreis startet ein Pilotprojekt mit der Feuerwehr Großkrotzenburg.
Seit heute stellen die hauptamtlichen Retter des ASB den sogenannten Sicherheitstrupp bei Atemschutzeinsätzen der Freiwilligen Feuerwehr.
„Der Personalmangel, der die örtlichen Feuerwehren insbesondere bei Einsätzen am Tag betrifft, drängt uns zu dieser Entscheidung“, so stellvertretender Gemeindebrandinspektor Looß.
Die Kooperation mit dem benachbarten ASB erleichtert die Personalplanung immens. Bisher wurde bei Brandeinsätzen immer ein Rettungswagen mitalarmiert, um im Notfall die medizinische Versorgung zu übernehmen. Heute werden die Retter direkt mit eingebunden: Sollte es im Einsatzfall zu einem sogenannten Atemschutznotfall kommen (eine Einsatzkraft benötigt selbst Hilfe), springen die Retter sofort ein. Sie versorgen Verunglückte fortan nicht erst im Rettungswagen, sondern beginnen mit der Behandlung direkt im Schadensobjekt und helfen selbstverständlich bei der Rettung nach draußen mit.

Hintergrundwissen:
Seit Jahren herrscht bei den freiwilligen Feuerwehren ein immer größerer Personalmangel. Dass viele freiwillige Einsatzkräfte außerhalb ihres Wohnorts arbeiten, führt dazu, dass nicht genügend Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Ein Sicherheitstrupp kann nur durch weitere Wehren aus Nachbarorten gestellt werden, weshalb wertvolle Zeit verloren geht.
Deshalb wurde bereits Mitte 2020 gemeinsam beschlossen den Rettungsdienst noch weiter in den Einsatz zu integrieren und die Mitarbeitenden dementsprechend zu schulen und auszubilden.
Wir freuen uns sehr, über die enge Zusammenarbeit zwischen ASB und Feuerwehr!