Ein ganz besonderes Erlebnis fĂŒr die MĂ€dchen und Jungen der Jugendfeuerwehr war der Besuch der Berufsfeuerwehr der Stadt Frankfurt. Oder genauer, der Bereichsleitungswache 4 in Sachsenhausen, Mörfelder LandstraĂe. Dort sollten die zukĂŒnftigen GroĂkrotzenburger FeuerwehrkrĂ€fte von Oberbrandmeister Hans-Peter Schmidt, Mitglied der Berufsfeuerwehr Frankfurt und auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr GroĂkrotzenburg, empfangen werden. Doch es gab eine kleine Verzögerung, weil Schmidt noch zu einem Einsatz unterwegs war.
Das nutzten die 13 Jugendlichen mit ihren Betreuern Antonio Ramos, Stefan König, Marcel Hain und Thomas Möller, um sich in der Feuerwache 4 umzusehen. Dabei erfuhren sie, dass das Stadtgebiet in 4 Bereichsleitwachen und nachgeordnete Bereichswachen aufgeteilt ist. Der Grund liegt in der gesetzlichen Verpflichtung der Kommunen, dass die Feuerwehren in der Regel zu jeder Zeit und an jedem Ort ihres ZustĂ€ndigkeitsbereichs innerhalb von 10 Minuten nach der Alarmierung wirksame Hilfe einleiten mĂŒssen. DafĂŒr stehen der Frankfurter Berufsfeuerwehr fĂŒr Brandschutz, Rettungsdienste und technische Gefahrenabwehr 800 Einsatzbeamte (einer fĂŒr 845 Einwohner) in 12 stĂ€ndig besetzten Feuerwachen zur VerfĂŒgung. Ebenso viele EinsatzkrĂ€fte sind in den 28 Freiwilligen Feuerwehren der verschiedenen Stadtteile an Wochenenden und werktags zwischen 18:00 und 6:00 Uhr einsatzbereit.
Hans-Peter Schmidt â mittlerweile eingetroffen â stellte dann seinen Arbeitsplatz vor. Der Wachabteilung sind stĂ€ndig ca. 15 Leute zugeordnet, so dass im 3-Schicht-Betrieb, ĂŒbers Jahr gesehen, etwa 70 EinsatzkrĂ€fte benötigt werden. Der Leitwache 4 sind noch die Bereichswachen 40 im Ostend, diese ist zustĂ€ndig fĂŒr das Feuerlöschboot im Osthafen, und 41 in Niederrad zugeordnet.
Endlich stand Technik zum Anfassen auf dem Programm. Hier galt das Interesse der Jugendlichen dem Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16, einem 14-Tonner mit einem 205-kW-Dieselantrieb. Der 5-sitzige Mannschaftsraum ist mit Pressluftatmern ausgestattet. FĂŒr den Schnellangriff steht ein Tank mit 1600 l Wasser und einem 200 l Schaummitteltank zur VerfĂŒgung. Die Pumpe schafft bei 10 bar Druck 300 l pro Minute. Der hydraulische Rettungssatz beinhaltet Schere und Spreizer. Das HLF ist mit 18 StĂŒck das Standardfahrzeug der Frankfurter Feuerwehr. Ein gefĂŒhlter Höhepunkt war der Rundblick aus dem Korb der Drehleiter DLK 23/12. In 30 m Höhe hatten die jungen Besucher eine gute Sicht ĂŒber Sachsenhausen und auf die HochhĂ€user der City.
FĂŒr die vielen interessanten Innenansichten einer Berufsfeuerwehr bedankten sich die GroĂkrotzenburger bei Hans-Peter Schmidt und waren froh, dass er die FĂŒhrung nicht wegen eines neuen Einsatzes unterbrechen musste.
Berufsfeuerwehr hautnah
Pressemitteilung vom 07. Februar 2011
