Pressemitteilung vom 21.2.2012
Am letzten Mittwoch wurden kurz vor 11 Uhr Mitglieder der Einsatzabteilung zum Hilfeleistungseinsatz an den Großkrotzenburger See gerufen. Dazu schreibt der Kreisfeuerwehrverband Aschaffenburg auf seiner Homepage:
„Am 15. Februar 2012 um 10:41 Uhr wurden die Feuerwehr Kahl und die Tauchergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Aschaffenburg nach Kahl am Main zum Freigerichter See gerufen. Laut Aussage eines Passanten sei ein Mann im zugefrorenen Freigerichter See verschwunden. Von der Leitstelle wurden vorsorglich noch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und der Wasserwacht zur Einsatzstelle alarmiert. Der Anrufer meldete, dass sich eine männliche Person auf dem zugefrorenen See bewegt habe und von einer Landzunge im See zum Ufer laufen wollte. Kurz darauf sei die Person nicht mehr zu sehen gewesen. Der Meldende war daher der Meinung, dass der Mann ins Eis eingebrochen sei. Die Einsatzkräfte aus Kahl ließen umgehend ein Schlauchboot ins Wasser und begannen mit der Suche. Wenig später kam noch ein Eisrettungsschlitten der Wasserwacht Kahl mit hinzu. Da bei solchen Einsätzen Eile geboten ist, unterstützten Rettungshubschrauber aus Frankfurt und Mainz die Einsatzkräfte und flogen die Wasserfläche ab. Im Laufe der Suche stellte sich heraus, dass es sich wohl um einen Irrtum des Meldenden handelte; die Suche konnte daher nach ca. 45 Minuten abgebrochen werden. Es kamen insgesamt 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr und 23 Kräfte der Wasserwacht und des Rettungsdienstes zum Einsatz. In diesem Zusammenhang möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Anrufer absolut korrekt gehandelt hat. Aufgrund seiner Wahrnehmungen ging er von einem Notfall aus. Die nicht unerheblichen Einsatzkosten werden dem Anrufer daher selbstverständlich nicht in Rechnung gestellt.“
Unter der Einsatzleitung der Feuerwehr Kahl beteiligten sich auch 9 Feuerwehrkräfte aus Großkrotzenburg, darunter David Schöppner und Jonas Roiger im Rettungs- und Überlebensanzug. Dem Löschgruppenfahrzeug LF 8 wurde der Strandbadabschnitt vor der Bayerischen Grenze zugewiesen. Hier wurde auch das mit dem Eisschlitten ausgerüstete Schlauchboot bereitgehalten. Das Einsatzleitfahrzeug stand an der B8 in der Nähe der vermuteten Einbruchstelle.
