Dieselkraftstoff trieb auf dem Main

Pressemitteilung vom 10. Januar 2012
Durch das Löschwasser aufgelöste Holzbriketts

Vor Weihnachten wurde die Feuerwehr noch zweimal zu Einsätzen gerufen. Zuerst am 21. Dezember gegen 6 Uhr in der Frühe. In der Albert-Schweitzer-Straße wurde eine starke Rauchentwicklung in einer Garage gemeldet. Die Großkrotzenburger Wehr war mit vier Fahrzeugen vor Ort, dazu Fahrzeuge der Wehren aus Großauheim und Hanau. Wie sich herausstellte, waren in einer Garage Gebinde mit Holzbriketts in Brand geraten. Das dort abgestellte Fahrzeug konnte der Besitzer gerade noch aus der Garage fahren, musste aber anschließend vom Rettungsdienst versorgt werden. Wegen des Rauchs ging der Angriffstrupp unter Atemschutz vor, zog das Brandmaterial auseinander und löschte es mit Wasser ab. Atemschutzträger waren Patrick Rausch und Jonas Roiger. An dem Einsatz unter der Leitung von Eric Heinz waren 19 Kräfte beteiligt.

Bereits am Vormittag des nächsten Tages wurde die Feuerwehr zu einem Umwelteinsatz gerufen. Alarmiert wurde sie von der Feuerwehr Karlstein-Großwelzheim, die einen Ölfleck auf dem Main meldete. In Mehrzweckbooten erkundeten daraufhin Einsatzkräfte der Feuerwehren Großkrotzenburg und Klein-Krotzenburg Position und Ausdehnung des Ölfilms. Dazu wurde auch die Wärmebildkamera eingesetzt. Von den Bootsbesatzungen konnte eine geringe Menge Dieselkraftstoff in der Höhe von Kahl bestätigt werden. Doch der Einsatz von Ölsperren war wegen der hohen Fließgeschwindigkeit des Mains nicht möglich. Auch das Auffangen des Gefahrstoffs, z. B. in einer Schleusenkammer, wurde von Mitarbeitern der Schleuse Krotzenburg wegen der Strömung für nicht durchführbar eingeschätzt. Schließlich wurde in Absprache mit allen Beteiligten der Einsatz abgebrochen. Von Großkrotzenburg waren 9 Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen vor Ort.