Feuerwehr stieg Kreuzburg aufs Dach

Pressemitteilung vom 18. April 2011
Feuerwehr zur Info auf dem Gymnasium Dach

Mit der steigenden Anzahl der im Ort installierten Photovoltaikanlagen erhöht sich auch die Möglichkeit, dass bei einem Brand eine solche Anlage betroffen ist. Dann müssen die Einsatzkräfte der Feuerwehr die Sicherheitseinrichtungen dieser Anlagen schnell finden und bedienen können. So stand im Ausbildungsplan der Feuerwehr im April die Besichtigung der im letzten Jahr auf den Dachflächen des Fachraumtraktes des  Franziskaner-Gymnasiums errichteten Photovoltaikanlage. Mit ihren 236 Modulen hat sie eine installierte Leistung von 43,7 kW und erbringt übers Jahr rund 38.000 kWh elektrische Energie. Bei solch einer großen Anlage will die Feuerwehr genau wissen, wo die Wechselrichter montiert sind, wo die Gleichstromtrenner zu finden sind und wo die Gleich- und Wechselstromkabel verlaufen.

Diese und andere Fragen beantworteten gleich auf dem Dach und mitten in der Anlage Thomas Tuntsch und Andreas Habermehl von GeckoLogic, der Errichterfirma dieser Solaranlage. Zu den aufmerksamen Zuhörern gehörten auch Bernward Bickmann, Leiter des Franziskanischen Bildungswerks, Thomas Schreiber, Verwaltungsleiter des Kreuzburg-Gymnasiums und Dr. Jörg Wörner sowie Albert Hennecke vom Großkrotzenburger Solarverein.

Nach der Besichtigung lud Bernward Bickmann die Teilnehmer zu einem Beamer unterstützten Vortrag in die Cafeteria ein. Hier präsentierte GeckoLogic-Mitarbeiter Habermehl die ganze Palette der Photovoltaik-Technik, wobei der Schwerpunkt auf den feuerwehrtechnischen Aspekten lag. Jeder Feuerwehrangehörige muss wissen, dass die Solar-Module durch Zusammenschaltung eine Anlagen-Gleichspannung von über 1000 V bei Lichteinfall erreichen können. Nach VDE kann die Berührung von Gleichspannung ab 120 V lebensgefährlich sein. Für die Einsatzkräfte ist es daher entscheidend, ob nur Wechselstromsicherungen vorhanden oder auch Gleichstrom-Lasttrenner installiert sind. Diese Trenner sind für Anlagen, die nach dem Juni 2006 errichtet wurden, nach DIN vorgeschrieben. Neben den Gefahren durch Elektrizität bei Löscharbeiten müssen die Einsatzkräfte auch an herabstürzende Teile denken oder an Atemgifte, die durch Kabel- und Kunststoffbrände entstehen können. Aber auch hier gilt, dass der beste Schutz der Wehrleute eine solide Aus- und Weiterbildung ist. Dazu war dieser interessante Vortrag ein wichtiger Beitrag.